Wir im ASB
Liebe Samariterinnen und Samariter,
seit Mitte Januar demonstrieren in Deutschland Hunderttausende Menschen gegen Hass und Spaltung, nachdem rechtsextremistische Geheimpläne zur Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland publik geworden waren. Der Begriff „Remigration“, das sogenannte Unwort des Jahres, soll diese rassistischen Absichten verhüllen und ruft dennoch Erinnerungen an die dunkelste Zeit unserer Geschichte hervor.
Die vielen Menschen auf den Straßen haben in den vergangenen Wochen ein sehr deutliches Zeichen gesetzt: Wir sind mehr! Auch der ASB vertritt seit jeher eine klare Haltung gegenüber rechtspopulistischer und rechtsextremer Politik, positioniert sich klar und unmissverständlich gegen jegliches rechtes Gedankengut und setzt sich ein für eine offene, vielfältige Gesellschaft. Wir im ASB stehen unverrückbar an der Seite aller Demokratinnen und Demokraten!
Diese klare Haltung ist aufgrund unserer Geschichte tief in unserer DNA verwurzelt: Der ASB wurde 1933 von den Nationalsozialisten verboten, enteignet und insbesondere jüdische ASB-Mitglieder wurden verfolgt, kamen ins KZ und wurden ermordet.
Heute mehr denn je gilt es, eine ganz klare Haltung einzunehmen. Es bleibt keine Zeit für Euphemismen, denn die bekannt gewordenen Geheimtreffen zum Vertreiben „unerwünschter“ Mitbürgerinnen und Mitbürger sind keine bloßen Warnzeichen, sie sind bereits die Wiederkehr einer schleichenden Ausbreitung von rechtsextremistischer Gewalt.
Nie wieder darf so etwas bei uns Fuß fassen, nie wieder darf es Rassismus und Antisemitismus in Deutschland geben. Nie wieder dürfen wir wegsehen! Das haben wir uns versprochen. Und darum müssen wir auch jetzt genau hinsehen und gemeinsam handeln.
Wir alle tragen Verantwortung dafür, dass eine Zeit wie der Nationalsozialismus nicht wiederkehrt und sich rechtsextremes Gedankengut in Deutschland nicht wieder verbreitet. Nie wieder ist jetzt!
Ihr
Knut Fleckenstein,
ASB-Bundesvorsitzender
