Ein Jahr voller Möglichkeiten!
Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst beim ASB Niedersachsen
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Mit dem Frühlingsbeginn steht nicht nur die Natur vor einem Neustart, sondern auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen.
Was tun nach dem Schulabschluss?
Zwischen wichtigen Prüfungen und Erinnerungen an die vergangenen Jahre im Klassenzimmer befinden sich viele junge Menschen in einer Phase der Selbstfindung und haben nur einen vagen Ausblick auf das, was nach der Schulzeit kommen mag. Denn nicht jede Absolventin und jeder Absolvent steht bei Schulende bereits mit festen Plänen für die Zukunft da. Manche verspüren schlichtweg keine Lust, sich unmittelbar in Ausbildung oder Studium zu stürzen, und nicht alle können sich eine Auszeit oder einen Auslandsaufenthalt leisten. Vielleicht ist der weitere Lebensweg aber auch schon bekannt und die Zeit bis dahin soll möglichst sinnvoll überbrückt werden. In einer solchen Situation kann ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) genau das Richtige sein!
Für ein Jahr mitten rein ins soziale Leben
In 14 seiner insgesamt 16 Orts-, Kreis- und Regionalverbände in Niedersachsen bietet der Arbeiter-Samariter-Bund allen Interessierten ab 18 Jahren (FSJ bis 26 Jahre) die Möglichkeit, die eigenen Stärken zu entdecken und auszubauen und dabei einen nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Insbesondere junge Menschen erhalten die Gelegenheit, ihr Wissen mit praktischen Erfahrungen zu erweitern, Kontakte zu knüpfen und sich Herausforderungen zu stellen. In den Einsatzstellen kann die praktische Arbeit im sozialen Bereich kennengelernt werden. Dabei werden die Freiwilligen mit ihren Eindrücken nicht alleingelassen, sondern erhalten neben einer kompetenten Einarbeitung eine fachliche Anleitung und Begleitung.
Einsatzbereiche (je nach Standort und Region unterschiedlich):
- Erste-Hilfe-Ausbildu
- Fahrdienst
- Hausnotruf
- Kinderbetreuung
- Menüservice
- Pflege
- Rettungsdienst
- Verwaltung
Alle Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld. An einigen Standorten werden Unterkunft und Verpflegung angeboten, bei den anderen werden anteilig die Kosten dafür erstattet. Für die gesamte Einsatzzeit sind alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung versichert. Für sie selbst ist dies beitragsfrei. Selbstverständlich besteht auch ein Urlaubsanspruch, der abhängig ist von der Dauer des Einsatzes. In der Regel kann ein FSJ oder ein BFD zwischen dem 1. August und dem 1. Oktober eines Jahres begonnen werden. Nach Absprache sind aber auch andere Starttermine möglich.
Persönliche Entwicklung
Bei einer regulären Einsatzzeit von einem Jahr absolvieren die Freiwilligen insgesamt 25 Seminartage, an denen vielfältige Themen behandelt werden. Die Teilnehmenden werden zum Beispiel im richtigen Umgang mit Finanzen geschult, erhalten Anregungen zur Stärkung der Persönlichkeit, und auch Kreativ-Workshops sowie sportliche Aktivitäten sind möglich. Die Fortbildungen helfen dabei, Kompetenzen zu erwerben, die sowohl im sozialen als auch im späteren beruflichen Kontext von Vorteil sind. Dabei werden wertvolle Kontakte zu Freiwilligen anderer Einsatzstellen geknüpft.
Vielseitige Chancen und Perspektiven
Ein Freiwilligendienst beim ASB Niedersachsen bietet nicht nur eine einzigartige Möglichkeit der persönlichen Entwicklung, sondern auch die Chance, aktiv zum Gemeinwohl beizutragen. Durch vielfältige Einsatzfelder und praxisnahe Erfahrungen eröffnen sich den Freiwilligen neue Horizonte, während sie in verschiedenen sozialen Bereichen mitwirken. Zudem eröffnen sich beim ASB selbst spannende Zukunftsperspektiven, sei es durch eine Ausbildung im Rettungsdienst, in der Verwaltung oder in anderen Fachgebieten.
Patrick Frauenreuther (32) war 2011/2012 FSJler im Bereich Fahrdienste beim Kreisverband Nienburg. Er sagt: „Das FSJ ist eine gute Möglichkeit, sich nach der Schule zu orientieren und praktisch mit sanftem Übergang im Berufsleben anzukommen. Durch die übertragene Verantwortung konnte ich meine Persönlichkeit festigen. Vor allem wusste ich nach dem FSJ aber viel genauer, was ich machen will. Eine unbezahlbare Erfahrungszeit.“ Heute ist er beim ASB als Notfallsanitäter, Leiter der Erste-Hilfe- und Notfallausbildung, Leiter einer Schnell-Einsatz-Gruppe sowie als Fachdienstleiter für Katastrophenschutz beim Landesverband und Referent im Bildungswerk des Bundesverbandes tätig.
Text: Tina Düselder